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Wie viel kannst Du mit einer App verdienen? 7 Wege zu App-Umsatz

Abos, Werbung, Kauf-Apps, Freemium, Empfehlungen, Merchandise und Crowdfunding: sieben Wege, mit einer App Umsatz zu machen, und die Abwägungen jedes Modells.

  • App-Monetarisierung
  • Geschäftsmodell
  • Umsatz
Wie viel kannst Du mit einer App verdienen?: Eine Million Downloads fallen in einen Trichter, unten kommt eine einzige Münze heraus; das Maskottchen grübelt
Kategorie: Produktstrategie Veröffentlicht am 3 Minuten Lesezeit

Die Lücke zwischen den erfolgreichsten Apps und der durchschnittlichen App ist riesig, zwischen Kategorien noch größer. Durchschnittswerte sagen Dir nicht, was Deine App verdienen kann. Entscheidend sind ein echtes Bedürfnis, ein klarer Nutzen und ein Monetarisierungsmodell, das zu beidem passt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durchschnittswerte einer Kategorie sagen wenig darüber, was Deine App verdienen kann.
  • Abos belohnen kontinuierlichen Mehrwert, Werbung braucht eine große Nutzerbasis.
  • Kauf-Apps schrecken viele Nutzer ab, Freemium lässt sie zuerst ausprobieren.
  • Empfehlungen, Merchandise und Crowdfunding können das Kernmodell ergänzen.
  • Wähle das Modell früh - es prägt Funktionen, Design und Entwicklungskosten.

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Warum Durchschnittswerte täuschen

Nur weil andere Apps in Deiner Kategorie sind, sind sie Deiner App nicht ähnlich. Ihr Nutzenversprechen und ihr Geschäftsmodell können völlig anders sein. Wer ihre Strategie kopiert, kopiert nicht ihren Erfolg.

Um mit einer App Geld zu verdienen, finde ein echtes Bedürfnis - funktional oder emotional - und erfülle es besser als andere. Dafür gibt es diese Standardmodelle:

Wer zahlt? Nutzer zahlen für Abonnements, Kauf-Apps, In-App-Käufe und physische Produkte, Werbekunden und Partner für Werbung und Empfehlungen, Unterstützer beim Crowdfunding
Die sieben Modelle, sortiert danach, wer bezahlt.

1. Abonnements

Nutzer zahlen eine wiederkehrende Gebühr für den Zugang zu Deinen App-Services. Streamingdienste, Zeitungen und viele E-Commerce-Unternehmen setzen auf Abos als wichtigstes Erlösmodell. Sie belohnen Dich dafür, kontinuierlich Mehrwert zu liefern.

2. Werbung

Wie es so schön heißt: Wenn Du nicht für das Produkt bezahlst, bist Du das Produkt. Viele kostenlose digitale Dienste verdienen ihr Geld mit Werbetreibenden, die gezielte Anzeigen schalten, nicht mit ihren Nutzern.

Werbung ist eine verbreitete und bewährte Einnahmequelle. Damit genug zusammenkommt, brauchst Du aber eine große und wachsende monatliche Nutzerbasis.

Diagramm: Der Werbeumsatz steigt erst mit vielen monatlich aktiven Nutzern, bei wenigen Nutzern bleibt er klein
Werbung trägt erst mit einer großen, wachsenden Nutzerbasis.

3. Kauf-Apps (Bezahlung pro Download)

Das Prinzip ist einfach: Deine App bietet einen Nutzen, also zahlen Nutzer für den Download. In der Praxis schreckt ein Preis viele potenzielle Nutzer ab, die an kostenlose Apps gewöhnt sind. Außerdem sind die Erwartungen an Kauf-Apps hoch: Deine App muss einwandfrei funktionieren, sonst hagelt es negative Bewertungen.

Kauf-Apps sind daher meist teurer in der Entwicklung. Eine kostenlose Testphase hilft Nutzern, vor dem Kauf auszuprobieren.

4. In-App-Käufe (Freemium)

Freemium löst das Hauptproblem von Kauf-Apps: Nutzer erleben die App, bevor sie zahlen. Der Download ist kostenlos, bestimmte Inhalte, Funktionen oder Erlebnisse werden per In-App-Kauf freigeschaltet. Dieses Modell gilt weithin als das lukrativste für App-Anbieter.

Wie Kauf-Apps müssen Freemium-Apps einwandfrei funktionieren und ein durchdachtes Erlebnis bieten - das bedeutet höhere Entwicklungskosten.

Drei Stufen: kostenlos laden, ausprobieren, freischalten - oben jubelt das Maskottchen neben einer Münze
Freemium: erst erleben, dann bezahlen.

5. Empfehlungsmarketing

Du bewirbst Apps, Services oder Produkte Dritter in Deiner App und verdienst, wenn Nutzer kaufen oder installieren. Empfehlungsprogramme brauchen Werkzeuge, um Conversions zu verfolgen und zuzuordnen, sind also aufwendig - bringen aber meist treue Kunden.

Die Anrufer-ID-App Truecaller nutzte eine clevere Variante: Sie bewarb Apps von Drittanbietern und schaltete Nutzern für deren Installation zeitlich begrenzt Premium-Funktionen frei. Die Partner bekamen Reichweite, die Nutzer Premium-Funktionen, und Truecaller verdiente an den Empfehlungen, während die Nutzer das Bezahlangebot kennenlernten.

6. Physische Produkte

Apps können ein starker Kanal für Merchandise sein: T-Shirts, Caps, Taschen, Sticker, Handyhüllen und andere Markenprodukte. Manche Anbieter nutzen eine kostenlose App, um Nutzer zu binden und ihr Merchandise zu bewerben - Rovio hat rund um Angry Birds ein großes Merchandising-Geschäft aufgebaut.

7. Crowdfunding

Hast Du eine neuartige Idee, kann Crowdfunding Dir den finanziellen Anschub für die Umsetzung geben. Du stellst die Idee ihren künftigen Nutzern vor und lässt sie kleine Beträge investieren, oft gegen frühen Zugang, Premium-Funktionen oder Merchandise.

Plattformen wie Kickstarter, Indiegogo oder Patreon helfen, doch eine Kampagne zu bewerben kostet viel Zeit und Energie und erfordert volle Transparenz über Deine Pläne und Finanzen.

Welches Modell passt zu Deiner App?

Monetarisierung ist eine komplexe Disziplin, und das Modell muss zu Deinen Nutzern und Deinem Nutzenversprechen passen. Entscheide es früh, denn es prägt Funktionen, Design und Entwicklungsaufwand.

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Häufige Fragen

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