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App-Funktionalität oder App-Design: Was ist wichtiger, UX oder UI?

Was UX und UI bedeuten, wie sie zusammenspielen und ob Du zuerst in Funktion oder Design Deiner App investieren solltest, wenn das Budget eine Wahl erzwingt.

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UX oder UI: Was ist wichtiger?: Von oben: ein gepflasterter Schlangenweg (UI) und eine gerade Abkürzung (UX), auf der das Maskottchen läuft
Kategorie: UX & Design Veröffentlicht am 4 Minuten Lesezeit

Unternehmen, Entwickler und Designer folgen bei UI und UX noch immer unterschiedlichen Philosophien. Für Dich läuft die Debatte auf eine Frage hinaus: Investierst Du zuerst in die Funktionalität oder in das Design Deiner App? Die Antwort hängt von Deinem Markt ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • UX legt fest, was Nutzer brauchen und wie die App es liefert; UI legt fest, wie sie aussieht und sich anfühlt.
  • UX-Designer entwerfen Flüsse und Wireframes, UI-Designer machen daraus ausgearbeitete Screens.
  • Die Funktionalität kommt meist zuerst, weil sich Funktionen schwer in ein fertiges Design zwängen lassen.
  • Pioniere können mit Funktion führen, Herausforderer brauchen ein eigenständiges Design.

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Das Dilemma

Du willst keine funktionsreiche App, die langweilig aussieht und schnell vergessen ist. Du willst aber auch keine schöne App, die zu wenig bietet, um nützlich zu sein. Wo ziehst Du also die Grenze? Zuerst ein kurzer Blick darauf, was UX und UI eigentlich sind.

Was ist UX?

Bei Apps und Web-Apps umfasst die User Experience (UX) jeden Aspekt der Erfahrung eines Nutzers mit Deinem Produkt, vom Öffnen bis zum Verlassen.

UX beantwortet die Frage: Was brauchen Nutzer von der App, und wie setzen wir das um? Ziel ist ein Erlebnis, das nützlich, einfach und angenehm ist, mit Funktionen, die simpel und reibungslos sind. Bei UX geht es nicht nur um Funktionalität, sondern um nahtlose Interaktion bei der Nutzung.

Vier Felder mit dem Maskottchen: zwei fast gleiche Blautöne, Kästen und Pfeile am Whiteboard, ein leerer Bildschirm mit einem Knopf „Fertig“, und das Maskottchen fragt eine Nutzerin: Warum?
UX-Design: was die Leute denken, was ich mache.

Was ist UI?

Das User Interface (UI) ist die Schnittstelle zwischen Nutzer und digitalem Produkt.

UI beantwortet die Frage: Wie gewinnen, fesseln und binden wir Nutzer? Es konzentriert sich auf das Erscheinungsbild der App: eine ästhetisch ansprechende Oberfläche, die intuitiv zu bedienen ist.

UX vs. UI: Was ist der Unterschied?

UI und UX sind eigenständige Disziplinen, auch wenn die Branche die Begriffe oft synonym verwendet - manchmal sogar in Stellenanzeigen.

Denk an den menschlichen Körper: UX ist das Skelett, die Muskeln und Organe, die uns funktionieren lassen. UI ist die Haut und die Haare, die bestimmen, wie wir aussehen. UX dreht sich um Bedienbarkeit und Nutzen, UI um die Präsentation der Oberfläche.

Zwei Ebenen: UX als Fundament mit Recherche, Abläufen und Struktur, darauf UI mit Layout, Farbe, Typografie und Interaktion
UX trägt, UI zeigt.

Wie UX und UI zusammenspielen

Die Debatte endet nie, in der Praxis gehen beide aber Hand in Hand. Ein UX-Designer identifiziert das Problem - das Bedürfnis des Nutzers - und entwirft ein intuitives Set an Funktionen, um es zu lösen. Er definiert Nutzerflüsse und erstellt Wireframes, die den Weg des Nutzers beschreiben. Diese Flüsse müssen sich natürlich anfühlen.

Dann übernimmt der UI-Designer die Wireframes und ergänzt sorgfältig gewählte Schriften, Farben, Bilder, Schatten, Logos und Animationen. Das steigert die Wirkung, verbessert die Bedienbarkeit und optimiert die Screens für verschiedene Größen.

Gemeinsam ergeben all diese Oberflächen das Nutzererlebnis. UX besteht aus vielen UIs, deshalb spielt auch das Design eine zentrale Rolle für die User Experience.

Funktion oder Design: Wo Du zuerst ansetzt

Im Idealfall bekommen Form und Funktion gleich viel Aufmerksamkeit. Zwingt das Budget zu einer Wahl, gibt es einen bewährten Weg.

Setz bei den Bedürfnissen der Nutzer an

Fast jeder Entwicklungsprozess beginnt mit der Funktionalität und geht dann zum Design über. Das Aussehen einer Funktion kannst Du in jeder Phase verbessern. Legst Du Dich aber zuerst auf ein Design fest, wirkt eine später hineingezwängte Funktion für Nutzer selten natürlich.

Gutes Design ist zudem nicht der Kernzweck einer App - ihre Funktion ist es. Nutzer bleiben bei einer schlichten App, solange sie zuverlässig ihren Zweck erfüllt. Finden sie eine Alternative, die funktional und ansprechend ist, wechseln sie wahrscheinlich.

Fall 1: Du bist Pionier

Bist Du der Erste in Deinem Markt und hast keine direkten Wettbewerber, kannst Du Dich auf die Funktionalität konzentrieren, auch auf Kosten des Designs. Early Adopter kommen wegen dessen, was die App kann, und bleiben deswegen. Sobald Dein Geschäft Fahrt aufnimmt, investierst Du ins Design.

Fall 2: Du bist Herausforderer

Trittst Du in einen Markt mit viel Wettbewerb ein, musst Du Dich klar abheben. Design, Oberflächen, Animationen und die gesamte UX spielen eine zentrale Rolle, um Deine Marke bei Deiner Zielgruppe zu verankern.

Ohne eigenständiges Design tut sich Deine App - und Deine Marke - schwer, sich von etablierten Anbietern abzuheben. Es muss nicht aufwendig sein. Es muss einzigartig sein, Deine Marke widerspiegeln und Nutzern ein angenehmes Erlebnis bieten.

Zwei Karten: der Pionier setzt auf Funktion, der Herausforderer hebt sich mit Design von ähnlichen Apps ab
Pionier oder Herausforderer: davon hängt ab, wo Du zuerst investierst.

Die richtige Balance finden

Du willst für Deine App die richtige Balance zwischen Funktion und Design finden, im Rahmen Deines Budgets? Sprich mit uns.

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